In jedem unserer Unternehmen ergeben sich ständig komplexe Situationen, in denen wir andere um Rat fragen möchten und ein neutraler Betrachter die besten Ratschläge geben kann.

Supervision ist der Anfang strategischer Vorgehensweisen und Techniken, welche Deinen Beruf wieder zu einem Erlebnis machen, für das Du am Morgen gern aufstehst.

Wie filtert man aus dem großen Angebot von Coaches denjenigen heraus, welcher die Firma verbessert und etwas kann?

Die häufigsten Mythen und auf was es wirklich ankommmt, wird Dir hier erklärt.

 

Findet jeder seinen perfekten Coach?

Dass jeder seinen für sich perfekten Coach findet, scheitert schon daran, dass es darum geht, wie eine Person zu der anderen passt. Wie lange hast du gebraucht, bis du festgestellt hast, welche deine besten Freunde sind, welchen Partner du heiraten möchtest? Einen Menschen erkennt man nicht in einem kurzen Gespräch. Du kannst nach Fachgebiet, Preisen und fachlichen Details im Vorgespräch entscheiden, jedoch nicht, wie Du eine Person oberflächlich mit erstem Eindruck einschätzt.

Im Business-Bereich entscheidet die Fachrichtung des Coaches, denn in Unternehmen von Drei bis mehreren Hundert Mitarbeitern sind alle unterschiedlich und es wird immer einige geben zu denen man mehr passt oder denen man weniger sympathisch ist.

 

Tritt ein Unternehmensberater stark und selbstsicher auf?

Wenn jemand unser Unternehmen, Mitarbeiter und Vorgänge optimieren soll, was verändert diese Person?

Wir erwarten, dass sich das Arbeitsklima besser anfühlt, wir mit Optimismus in den Tag starten, alles leichter läuft, der Erfolg wächst. Der Ausgangspunkt ist der Mensch - Du - Deine Mitarbeiter. Erwartest Du somit jemanden, der hart und streng neue Vorschriften und Strafen einführt und jemand entlassen wird, oder erwartest Du gegenseitiges Verständnis mit positiven Emotionen? Sehr viele Beschäftige leiden heutzutage unter Burnout. Diese bringt zum Teil schwere Depressionen mit sich. Depressive Menschen schrecken nicht nur vor stark auftretenden Personen zurück, sondern können durch diese in noch schlimmere Zustände verfallen.

Aus diesen Gründen kannst du von einem Coach zwar erwarten, dass er selbstsicher, freundlich und offen für alles ist, jedoch sind Überheblichkeit und Selbstpräsentation fehl am Platz. Eine falsch geparkte Limousine, hervorheben von Luxusgütern, sich selbst zu stark in den Vordergrund zu rücken und mangelnde Fähigkeit den Inhalt eines Gesprächs aufzufassen sind Anzeichen, dass man vielleicht jemand anders beauftragen sollte.

Ein guter Business-Coach strahlt Menschlichkeit aus und passt sich dem Umfeld an.

 

In welcher Organisation soll ein Coach Mitglied sein?

Gemeinschaften haben für den beitretenden in erster Linie den Zweck, Vorteile für sich selbst zu bekommen. Wenn ein Coach in einer Organisation Mitglied wird, möchte er an Bekanntheit gewinnen, vom Wissen anderer profitieren und ein Zertifikat bekommen. Diese Mitgliedschaft kostet natürlich Geld und zeigt somit, wie viel Geld der Coach in diese Art der Werbung investiert.

Eine Fähigkeit zeigt eine Mitgliedschaft selten, sondern einen Handel um Wissen und Möglichkeiten. Selbstverständlich existieren auch eine begrenzte Anzahl an wirklich seriösen Organisationen, die nur qualifizierte aufnehmen. Dies ist im Coachingbereich so gut wie unmöglich, denn es gibt hunderte verschiedene Richtungen wie Sport, Business, Mental, NLP, Stärken, Bewerbung, Selbstfindung und in diesen wieder Unterrubriken, Spezialisierungen und Wirkungskreise.

 

Welche Zertifikate sollte ein Coach besitzen?

Zertifizierungen kann so gut wie jedes Unternehmen ausgeben. Achtung: Dies sind meist nur Teilnahme- oder Mitgliedsbestätigungen, aber selten durch Prüfung errungenes. Wenn Zertifikate vorliegen, so muss man sich über die Art des bestätigten Wissens informieren. Die meisten Zertifikate werden ausgestellt, um für das bezahlte Geld für einen Kurs etwas greifbares in die Hand geben zu können.

Wie lange ein Kurs gedauert hat und wie intensiv es war, lässt sich für jemanden der nicht dabei war, kaum beurteilen. Ich selbst habe damals zwei Qualifikations-Zertifikate im Technikbereich bekommen, bei denen es jedem Teilnehmer am Schluss des Trainings überreicht wurde, obwohl welche die Prüfung nicht bestanden hatten, aber das ausgebende Unternehmen daran gut verdiente und darauf angewiesen war, dass diese Personen die Qualifikationszertifikate erhielten, um die Tätigkeit auszuüben. Sie wurden also nicht bestanden, sondern erkauft.

Das Handwerkszeug eines Coaches ist Psychologie. Diese entwickelt sich in hoher Geschwindigkeit weiter. Was im letzten Jahr harte Fakten waren, wird im nächsten Jahr wiederlegt, womit ein Fünf Jahre altes Zertifikat schon nichtig sein kann. Wer gut sein will, liest ständig aktuelle Forschungsergebnisse aus Wissenschaften wie Psychologie und Neurologie.

Als Coach muss man viele Eigenschaften in mehreren Bereichen besitzen. Auch mehrere Seminare und Ausbildungen geben keine Qualifikation, mit Situationen anderer umgehen zu können.

 

Soll ein Coach seinen Mentor nennen?

Partner und Mentoren zu nennen wird oft als Empfehlung gegeben, um zu sehen, dass jemand vorhanden ist, bei dem in kritischen Situationen nachgefragt werden kann.

Ein Coach bietet eine Dienstleistung als Unternehmer an. Selbstverständlich sollte jeder seinen passenden Coach finden, jedoch wirst Du zustimmen, dass ein Elektronikmarkt auch keine anderen Elektronikmärkte auf der Webseite nennt, um Partner aufzuzeigen auch wenn sie zum gleichen Konzern gehören, denn hier geht es um Kundengewinnung. Erst recht, wenn ein Mentor genannt wird, denken die meisten, dass dieser besser sein muss und lassen sich von diesem beraten. Du kannst Dir sicher sein, dass jeder Coach Verbindungen zu anderen hält, denn nur im Miteinander und nicht im Gegeneinander kommt man in dieser Branche weiter.

Weiterhin ist man bei gemeinsamer Nennung im Internet schnell in der rechtlichen Problematik, eine GbR gegründet zu haben.

 

Ist ein Coach ein Psychologe oder Therapeut?

Der Unterschied zwischen Psychotherapeuten und Coaches ist, dass erstere hauptsächlich auf Krankheiten und negative Symptome in medizinischer Richtung geprägt sind. Coaches setzen all Deine Fähigkeiten, egal ob Du sie als Stärken oder Schwächen siehst, für Dein Vorankommen ein. Das ist neurowissenschaftlich und psychologisch wesentlich vorteilhafter. Bestimmte Krankheitsstadien müssen jedoch medizinisch versorgt werden.

Dies ist natürlich keine strikte Abgrenzung voneinander, sondern kann sich beides ergänzen.